Univ.Doz. Dr. Hans-Jörg Trnka
Facharzt für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Fusszentrum Wien
Was kann ein Orthopäde für die Wundheilung tun?
Stoffwechselbedingte Erkrankungen wie zum Beispiel Diabetes mellitus führen oft zu ausgeprägten Fußdeformitäten die druckbedingte Hautdefekte zur Folge haben.
Das Ziel der orthopädischen Behandlung des Charcot-Fußes ist es, die degenerativen Veränderungen zu erkennen und knöcherne Deformitäten zu stabilisieren oder wieder zu rekonstruieren.
In den meisten Fällen kann dies durch eine orthopädische Schuhversorgung oder im akuten Zustand durch eine vorübergehende Gipsbehandlung gewährleistet werden. Wenn das konservative Vorgehen alleine nicht ausreicht die Wundheilung zu fördern, wird im Einzelfall eine operative Therapie erforderlich. Das operative Spektrum reicht vom Abtragen knöcherner Überbeine (Exostosen) über Verlängerung von Sehnen bis hin zu komplexen Reparatureingriffen am Fußgewölbe.
Neben der Beseitigung der Ursache für die chronische Wunde ist in diesen Fällen auch eine Verbesserung des Gangbildes zu erwarten.
